Ergänzend zur aktuellen Ausgabe mit den Schönheiten der Stadt noch eine kleine Ergänzung, die es nicht mehr ins Heft geschafft hat.
Zary (Sorau) ist bekanntlich die größte Stadt der Niederlausitz auf polnischem Gebiet und nur rund 40 km von Forst (Lausitz) entfernt. Zwischen beiden Städten gibt es einen regen Austausch auf politischer, kultureller, sportlicher und gesellschaftlicher Ebene. Man blickt über den eigenen Tellerrand hinaus.
2025 brachte es Oliwia Mikulska aus Sorau zu überregionaler und internationaler Berühmtheit. Sie wurde die offizielle „Miss Polska 2025“, vergleichbar mit unserer „Miss Germany“.
Nachfolgend die Übersetzung einer Pressemitteilung der Agentur „Nowa Scena“, die die „Miss Polski“-Wahl durchführt.
Oliwia Mikulska – Miss Polen 2025. Eine Krone, die zu einem Instrument der Hilfe wurde
Vor einem Jahr gewann Oliwia Mikulska im Amphitheater des Strzelecki-Parks in Nowy Sącz den Titel „Miss Polen 2025“ und damit auch die Verantwortung, von der sie vom ersten Tag ihrer Amtszeit an sprach. Heute kehrt sie auf dieselbe Bühne zurück, nun als Vertreterin Polens beim Wettbewerb „Miss Supranational 2026“. In den drei Wochen vor dem Finale wird sie gemeinsam mit über 60 Kandidatinnen aus aller Welt die Schönheit von Kleinpolen entdecken, um am 26. Juni um einen der prestigeträchtigsten Titel in der Welt der internationalen Schönheitswettbewerbe zu kämpfen.
Die Krone hat ihre Träume nicht verändert. Sie hat ihnen eine größere Reichweite verliehen
Oliwia schließt gerade ihr Studium der Finanz- und Rechnungswesen ab, doch seit Jahren ist ihr soziales Engagement ihre größte Leidenschaft. Schon als Teenager engagierte sie sich ehrenamtlich, organisierte Spendenaktionen und half Familien in schwierigen Lebenssituationen. Auch nach dem Gewinn der Krone hat sie ihren Kurs nicht geändert.
„Die Krone hat mich als Mensch nicht verändert. Sie hat mir einfach die Möglichkeit gegeben, mich lauter für Themen einzusetzen, die mir schon lange am Herzen liegen. Ich glaube, wenn wir die Möglichkeit erhalten, Menschen zu erreichen, lohnt es sich, diese zu nutzen, um etwas Gutes zu tun“, betont Miss Polen.
Seit über drei Jahren engagiert sie sich für die Stiftung „Spełnione Marzenia“ (Erfüllte Träume) und besucht regelmäßig Kinder auf onkologischen Stationen. Außerdem ist sie Gründerin eines studentischen Freiwilligenprogramms, das junge Menschen in soziale Aktivitäten einbindet. Für ihre
Für ihr Engagement wurde sie vom Nationalen Gesundheitsfonds mit dem Titel „Gesundheitsbotschafterin“ sowie mit der Auszeichnung „Botschafterin der Woiwodschaft Lubuskie“ geehrt.
Ein Jahr voller Menschen und Orte, die für immer in Erinnerung bleiben
Die ersten Monate ihrer Amtszeit standen im Zeichen von Begegnungen mit den Einwohnern ihrer Heimatregion, Besuchen in Schulen, Krankenhäusern und Stiftungen sowie zahlreicher gesellschaftlicher Veranstaltungen. Oliwia macht keinen Hehl daraus, dass die Begegnungen mit den Kindern, die sie seit Jahren kennt, für sie am bewegendsten waren.
Im August lud sie die Finalistinnen der Top 5 von „Miss Polen“ in das Kinderklinikum in Warschau ein, wo sie gemeinsam mit der Stiftung „Spełnione Marzenia“ (Erfüllte Träume) Workshops für die kleinen Patienten vorbereiteten.
„Das Schönste daran war, dass ich den Mädchen die Welt meiner ehrenamtlichen Arbeit zeigen konnte. Ich wollte, dass sie sehen, wie viel ein einfaches Gespräch, ein gemeinsames Lächeln oder ein paar Stunden, die man mit den Kindern verbringt, bedeuten können.“
Von Chicago über Sri Lanka bis nach Südafrika
Der Titel eröffnete Olivia die Möglichkeit, Polen auch außerhalb des Landes zu vertreten. Auf Einladung der Kopernikus-Stiftung besuchte sie Chicago, wo sie am größten Fest der polnischen Diaspora – dem „Taste of Polonia“ – teilnahm. Die Begegnungen mit Polen, die jenseits des Ozeans leben, machten ihr bewusst, wie stark die Bindung zum Heimatland sein kann, trotz der Tausende von Kilometern, die sie von zu Hause trennen.
Gerade während ihres Aufenthalts in den Vereinigten Staaten lernte sie Joanna Dratwa kennen – die Gründerin der Stiftung 4KidsAfrica, die seit Jahren Kindern in Ghana hilft. Das Gespräch mit ihr ermöglichte es ihr, sich die Aktivitäten, die schon lange auf ihrer Wunschliste standen, genauer anzusehen.
Einige Monate später begann sich der Traum zu erfüllen. Oliwia besuchte die Republik Südafrika, wo sie gemeinsam mit der Miss Supranational 2025 Kinder in Schulen traf und mit ihnen über Bildung, Selbstvertrauen und den Mut zur Verwirklichung von Träumen sprach.
Kurz darauf vertrat sie Polen auch bei einem offiziellen Besuch zur Förderung des Tourismus in Sri Lanka, lernte die Kultur des Landes kennen und nahm an zahlreichen Veranstaltungen zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit teil.
Schönheit hat dann eine Bedeutung, wenn sie inspiriert
Während ihres einjährigen Amtszeitengagements engagierte sich Oliwia in zahlreichen sozialen und pädagogischen Initiativen. Sie war Botschafterin für Kampagnen zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, unterstützte Maßnahmen zur Krebsvorsorge bei Frauen, nahm am „Lauf für ein neues Leben“ zur Förderung der Transplantationsmedizin teil und arbeitete mit der Stiftung „Święty Mikołaj dla Seniora“, der Stiftung „Dom w Łodzi“ sowie der „Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy“ zusammen.
Einer der symbolträchtigsten Momente war die Spende des goldenen Miss-Polen-Rings – eines der bekanntesten Symbole des Wettbewerbs – für eine Auktion der „Großen Weihnachtshilfsorchester“. Gleichzeitig traf sie sich weiterhin regelmäßig mit Jugendlichen und führte Gespräche über Selbstvertrauen, Träume und den Mut, neue Herausforderungen anzunehmen.
Als Vertreterin Polens
Schon bald wird Oliwia Mikulska erneut in Nowy Sącz auf der Bühne stehen, diesmal als Vertreterin Polens beim Finale der Miss Supranational 2026.
„Es ist eine große Ehre, die Schärpe mit der Aufschrift ‚Poland‘ tragen zu dürfen. Ich möchte der Welt nicht nur die Schönheit unseres Landes zeigen, sondern vor allem die Werte, die mir am Herzen liegen – Empathie, Fleiß und Vertrauen in den Mitmenschen. Ich hoffe, dass ich unabhängig vom Ergebnis mit dem Gefühl zurückkehren kann, Polen würdig vertreten zu haben.“
Ein Mädchen, das daran glaubt, dass alles mit einem einzigen Schritt beginnt
Obwohl ihr Kalender seit einem Jahr mit Reisen, Medienauftritten und den Pflichten als „Miss Polen“ gefüllt ist, bleibt sie doch dieselbe junge Frau, die vor einigen Jahren begann, als Freiwillige Kinderkrankenstationen zu besuchen.
Wie sie selbst sagt, ist der größte Erfolg nicht die Krone, sondern die Möglichkeit, sie als Mittel zum Guten einzusetzen. Denn genau dann gewinnt Schönheit ihre wahre Bedeutung.

